SPD Köpenick-Nord

Europa investiert in die Köpfe

Europa

Bibliotheken, Spielplätze und Parks, Straßen und Brücken - wenn irgendwo in unserem Bezirk gebaut wird, wenn viele Millionen Euro ausgegeben werden für eine sinnvolle Sache, dann wird das häufig mit Fördermitteln gemacht. Treptow-Köpenick profitiert dabei sehr häufig von Mitteln, die es von der Bundesregierung, vom Berliner Senat oder der Europäischen Union gibt. Immer wenn man sich bewusst wird, dass das Europäische Parlament gewählt wird, wird gern nachgerechnet: was hat uns Europa gebracht? In wie viel Euro drückt sich Europa bei uns aus?

Ja, Treptow-Köpenick hat von diesen Fördermitteln in Millionenhöhe profitiert – beim Neubau der Mittelpunkt Treptow, bei der Sanierung des Treptower Parks oder beim Neubau des Weltspielplatzes. Das ist aber verkürzt: auch unser Quartiersmanagement im Kosmosviertel wird zum Teil von der EU finanziert wie auch eine ganze Reihe von Arbeitsmarktprojekten. Menschen wieder in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen, ist ein wichtiges Anliegen der Europäischen Union. Deshalb gibt es das bezirkliche Bündnis für Wirtschaft und Arbeit, in dem Projekte der Arbeitsmarktförderung diskutiert und bewilligt werden – dank der Finanzmittel der EU. Hier wird konkret in die Köpfe investiert und eröffnet neue Chancen. Das gilt genauso für eine Fördermöglichkeit der Europäischen Union, die in Wissenschaft und Forschung investiert. Deutschlands größter Wissenschafts- und Wirtschaftspark liegt in Treptow-Köpenick: die Wista in Adlershof. Die dortige Forschung wäre viel kleiner, wenn es nicht „Horizont 2020“ gäbe, das Hauptförderinstrument der EU für Wissenschaft, technologischer Entwicklung und Innovation. So gelangen Millionensummen für Grundlagenforschung der EU in Adlershof. Davon profitiert am Ende die ganze Welt. Klar ist, dass das für viele abstrakt und wenig konkret wirkt. Genau deshalb gibt es die Vielfalt an EU-Projekten: Forschung und Wissenschaft und Bauvorhaben auf der einen Seite, Arbeitsmarktprojekte wie die Gewinnung von Erzieherinnen und Erzieher für Kitas auf der anderen Seite. So kann jeder von der EU profitieren. Aber es geht nicht allein um den Fluss von Geld. Europa ist und bleibt ein Friedensprojekt, das nicht zu bezahlen ist. Unsere Kinder können einfach in anderen europäischen Ländern lernen und studieren, Menschen allen Alters können sich begegnen, Verwaltungsmitarbeiter tauschen sich grenzübergreifend aus. Auch das sind Investitionen in Köpfe. „Wir wollen auch künftig mit einer Stärkung der Wirtschaft von Europa profitieren. Deshalb ist der Austritt Großbritanniens aus der EU für Treptow-Köpenick ärgerlich. Dass nun Forscher und Unternehmer von der Insel nach Berlin kommen, ist vorteilhaft für unsere Region – Europa lebt aber von der Zusammenarbeit und dem Zusammenhalt der Menschen. Deshalb macht der EU-Austritt Großbritanniens traurig“, sagte Bezirksbürgermeister Oliver Igel.

 

Homepage Oliver Igel

 
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