SPD Köpenick-Nord

Willy-Brandt-Medaille für Waltraud Bollin

Bundes-SPD

Die politische Arbeit unter zwei Diktaturen hat Waltraud Bollin miterlebt. Schon in der Nazizeit in den dreißiger Jahren begleitete sie ihren Vater zu SPD-Treffen, die im Berliner Vereinshaus der Lehrer stattfanden. Sie erinnert sich noch gut daran, obwohl sie ein kleines Kind war. 1946 trat sie dann selbst in die SPD ein. Aufgrund des Vier-Mächte-Status der Stadt Berlin konnte sie trotz der Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur SED in der SPD aktiv bleiben. Dies nahm erst mit dem Mauerbau ein jähes Ende. Ende August 1961 wurden die Kreisbüros der SPD im Ostteil der Stadt geschlossen. Eine weitere politische Arbeit war den Genossinnen und Genossen in Ost-Berlin für die SPD nicht mehr möglich. Waltraud Bollins Mitgliedschaft ruhte seitdem. Aber sie blieb Sozialdemokratin, nicht nur im Herzen. Nach der friedlichen Revolution 1989 und der Wiedergründung der sozialdemokratischen Partei im Ostteil Deutschlands meldete sich Waltraud Bollin auch politisch wieder zurück. Sie engagierte sich in der SPD Köpenick, war unter anderem Vorsitzende der Seniorenorganisation AG 60plus der SPD Köpenick und im Ortsverein Wendenschloß aktiv. Dort gehörte sie viele Jahre zum Vorstand, unter anderem als Kassiererin.

65 Jahre ist Waltraud Bollin nun Mitglied der SPD. Dafür wurde sie vom SPD-Kreisvorsitzenden Oliver Igel bei einer Zeitzeugenveranstaltung gewürdigt und mit der "Willy-Brandt-Medaille" der SPD geehrt - der höchsten Auszeichnung, die die SPD zu verleihen hat.

Waltraud Bollin ist auch heute noch politisch aktiv und ein wichtiger Ratgeber in der SPD Treptow-Köpenick. Sie besucht regelmäßig die Versammlungen des Ortsvereins und der AG 60plus. Außerdem hat sie sich ihr Leben lang im Sport engagiert und geht auch heute noch regelmäßig zu ihrem Segelverein in Wendenschloß.

 

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