SPD Köpenick-Nord

Dauernd im Stau

Verkehr

Der Haltestellenumbau an der Müggelheimer Straße ist inzwischen beendet. Hier quälten sich viele lang.

Nicht nur als Autofahrer muss man starke Nerven haben: Baustellen betreffen Radfahrer und Fußgänger genauso. Man könnte meinen, ständig würde gebaut werden, und zwar immer genau auf meinem Weg. Immer dieser Stau, frühmorgens oder nachmittags, jedenfalls immer dann, wenn man es selbst überhaupt nicht gebrauchen kann. 

Na klar sind Verkehrsbehinderungen durch Baustellen ein Ärgernis. Und in der Tat wird gerade wieder viel gebaut im Bezirk: ob nun ein neuer Haltestellenbereich in der Müggelheimer Straße in Köpenick, der Brückenneubau zur Margraffbrücke in der Köpenicker Landstraße, am Gegenstück in der Rummelsburger Landstraße, die Salvador-Allende-Brücke, in der Edisonstraße und in der Kiefholzstraße, in der Siemens- und der Schnellerstraße. Es ist ordentlich was los auf den Straßen. Es geht nicht nur um die Beseitigung von Straßenschäden, auch die Leitungsbetriebe wie Wasserbetriebe oder Vattenfall sind fleißig am Werkeln. Immerhin: es gibt wieder das „Aufgrabeverbot“ – buddeln Leitungsbetriebe einmal eine Straße auf, ist für mehrere Jahre Ruhe. Solange ist es verboten, dieselbe Straße erneut zu öffnen. Alle Leitungsbetriebe werden zunächst abgefragt, ob sie lieber gleich mitbauen wollen als kurze Zeit später zu kommen. Wir müssen aber unumwunden zugeben, dass die eine oder andere Koordinierung besser laufen könnte. Schöner wäre es sicher, wenn öfter in den Ferien gebaut werden würde, in denen weniger Verkehr herrscht. Aber dazu müssten die Ferienzeiten deutlich ausgeweitet werden, was wohl einige Schüler freuen würde. Auch wenn es nervt: mit einigen Stauerfahrungen werden wir uns abfinden müssen. Es wird kaum möglich sein, einen Tunnel unter oder eine Brücke über die Baustelle zu bauen, damit die Baustelle umfahren werden kann. Und seien wir ehrlich: immerhin werden bei uns noch die Straßen erneuert. Was bekomme ich doch immer wieder für Bürgerbeschwerden über den einen und den anderen schlechten Straßenzustand. Dann muss es aber auch recht sein, wenn dort gebaut wird. Bürgerinformation ist das A und O. Einer der Berliner Leitungsbetriebe hat kürzlich im Rat der Bürgermeister sein umfangreiches Konzept zur Erneuerung seiner Leitungen vorgestellt. In der Diskussion habe ich darauf hingewiesen, dass die damit einhergehenden Verkehrsbehinderungen für Frust bei vielen sorgen werden und es nicht funktionieren wird, einen Tag vorher mit einem Zettel am Hauseingang die Bürger vor vollendete Tatsachen zu stellen. Wenigstens die Info muss klappen.

 

Homepage Oliver Igel

 
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