SPD Köpenick-Nord

Kein Herz für (kranke) Kinder - Wohnungssuche wird zur Hölle

Soziales

Viele Menschen in Alt-Treptow sind bewegt von dem Schicksal einer alleinerziehenden Mutter aus dem Kiez. Sie hat ein schwer an Krebs erkranktes Kind und sorgt zudem liebevoll für zwei weitere Kinder.

Lara (9) hat vor kurzem ein neues Knie bekommen, zudem mussten 17 Zentimeter Oberschenkelknochen durch Titan ersetzt werden, weil ihr Knie und ihr Oberschenkel vom Krebs angegriffen wurden.
Lara kann die mütterliche Wohnung im 4. Stock des Hauses nicht mehr verlassen, weil kein Fahrstuhl vorhanden ist - sie ist an die Wohnung gefesselt. Es muss also unbedingt eine Wohnung im näheren Umfeld her, um die Familie nicht auch noch aus ihrem sozialen Umfeld zu reißen!

Ihr Mutter wandte sich hilfesuchend unter anderem an die SPD Alt-Treptow-Plänterwald und die SPD Treptow-Köpenick.

Es ist erschreckend wie herzlos, diskriminierend und unverschämt viele Vermieter im Treptower Norden sind.

Im selben Haus, in dem die Familie wohnt, steht im Erdgeschoss eine Wohnung frei, die renoviert werden müsste. Die Prelios GmbH, die mit dem Slogan wirbt "Erleben Sie, warum es sich lohnt, bei PRELIOS zu wohnen.", äußerte sich in Persona ihres Geschäftsführers wie folgt: "Die Wohnung wird nicht hergerichtet und ich möchte damit auch nicht mehr belästigt werden!".

Eine freie Wohnung in der Hans-Thoma-Str. wird von der Firma Jakobs Immobilien im Auftrag des Eigentümers nicht an Hartz IV EmpfängerInnen vermietet. Die Wohnung sei zudem schon vermietet. Nun stand die schon vermietete Wohnung wieder als zu vermieten in einer Anzeige - auf Nachfrage antwortet man, man finde einfach keine Mieter die ins Profil passen.

Die Mutter verzweifelt von Tag zu Tag immer mehr an der Situation. Das schwer kranke Mädchen macht sich auf Grund des anstehenden Umzugs und der Verzweiflung der Mutter große Vorwürfe. Das ist unerträglich!

Der Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) bemühte sich bei "Stadt und Land" um eine Wohnung. Auch dort gibt es keine freien Wohnungen.

Der jugendpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Alexander Freier und gleichzeitig Vorsitzende der SPD Alt-Treptow/Plänterwald, der selbst mit vielen Vermietern persönlich gesprochen hat, erklärt: "Es macht mich unglaublich wütend, traurig und tut mir unendlich leid, dass ich nicht helfen kann. Die Vorurteile gegenüber Menschen, die Hartz IV empfangen sind enorm menschenverachtend. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man sich so unmenschlich verhalten kann. So wenig Solidarität und Mitgefühl habe ich selten erfahren und ich bin aus der Politik einiges gewohnt. Wir brauchen so schnell wie möglich eine Wohnung im Kiez für Lara und ihre Familie!"

Auch der SPD Kreisvorsitzende und Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion in der BVV von Treptow-Köpenick Oliver Igel ist fassungslos.

"Es muss jetzt schnell eine Lösung für die kranke Lara und ihre Familie her. Ich rufe alle Vermieterinnen und Vermieter im Treptower Norden zu Solidarität auf. Ermöglichen Sie es, dass die Kinder in ihrer Schule und in ihrem Kiez bleiben können und eine für die Krankheit Laras geeignete Wohnung finden. Ich kann nur alle Menschen aus Alt-Treptow aufrufen bei ihren Wohnungsbaugesellschaften und Vermietern zu fragen, ob es freie drei- bis vier Zimmer-Wohnungen gibt. Der Familie muss schnellstmöglich geholfen werden."

Freunde der Familie, der Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi, die Kunger-Kiez-Initiative, das Wagendorf Lohmühle und die SPD bereiten gerade ein Benefiz-Wochenende vor.

Unter dem Motto "„Lächeln schenken“ - ein Benefizwochenende für Lara" findet unter der Schirmherrschaft von Schauspielerin Jasmin Tabatabai auf dem Gelände vom Cabuwazi-Platz Treptow am Samstag dem 3. September 2011 ab 18 Uhr ein Benefiz-Konzert statt. Am Sonntag wird es dann noch ab 16.00Uhr eine Benefiz-Gala zu Gunsten der jungen Familie geben.

Alle Berlinerinnen und Berlin sind aufgerufen zu kommen, sich zu amüsieren und ein Lächeln zu schenken. Aber noch wichtiger: Lara braucht bald eine neue Wohnung.

 

Homepage Oliver Igel

 
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