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SPD Köpenick-Nord

Laute Flugzeuge müssen am BER künftig mehr bezahlen

Umwelt

Im Landeanflug zum BER in Schönefeld. Viele Menschen klagen über Fluglärm.

Der von Flugzeugen am BER ausgelöste Lärm wird künftig nicht mehr pauschal berechnet, denn seit September 2022 gilt hier eine neue Entgeltordnung. Erstmals müssen Airlines für den von ihnen konkret verursachten Lärm beim Starten und Landen Geld bezahlen. Damit soll der Einsatz leiserer Flugzeuge oder geräuschärmerer Flugverfahren gefördert werden.

„Treptow-Köpenick ist in vielen Ortsteilen besonders vom Fluglärm betroffen. Ich habe mich daher auch in der kommunalen Arbeitsgemeinschaft Dialogforum für neue Lärmentgelte am Flughafen eingesetzt. Dass künftig individuell bei jedem Start und jeder Landung der tatsächlich verursachte Lärm für die Kosten herangezogen wird, wird die Airlines motivieren, leiser zu fliegen“, sagte Bezirksbürgermeister Oliver Igel.

Zu einem massebezogenen Start- und Landeentgelt pro Flugzeug tritt ein Lärmzuschlag hinzu. Dabei werden die tatsächlich ermittelten Werte von drei Referenzmessstellen herangezogen und gemittelt. Bei einem Lärmwert unter 62,9 Dezibel sind 40 Euro pro Flug zu entrichten, bei einem Wert von mehr als 81 Dezibel bereits 7500 Euro. „Die erwartete Lärmbelastung ist dabei immer noch hoch, aber auch kostspielig für die Airlines. Insbesondere die vierstelligen Preise ab 77 Dezibel gemessenem Lärmwert werden die Unternehmen dazu zwingen, neu zu kalkulieren und Wege zu finden, die den Lärm reduzieren“, betont Bezirksbürgermeister Oliver Igel. „Ich begrüße auch, dass für das Starten und Landen nach 22 Uhr zusätzlich Aufschläge von mindestens 100 Prozent verlangt werden. Ich bin weiterhin für ein Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr. Die zusätzlichen Lärmentgelte in diesem Zeitraum sind ein erster Schritt dahin.“ So wird für Flüge zwischen 23.30 und 0 Uhr ein Aufschlag auf den Lärmzuschlag von 300 Prozent und zwischen 0 und 5.59 Uhr sogar von 500 Prozent verlangt. Ein weiteres Entgelt unabhängig von Zeitpunkt und Lärmereignissen ist ein Start- und Landeentgelt nach Ausstoß von Stickoxiden.

Die wirtschaftlichen Effekte des Flughafens, aber auch die Belastung der Bevölkerung durch Flug- und Verkehrslärm sind regelmäßig Themen im „Dialogforum“ für den Flughafen und in der Fluglärmkommission. „Wir beobachten diese Entwicklung, doch eines ist klar: Aufgrund der hohen Belastung für die Bevölkerung sind weitere Ausbaumaßnahmen beim Flughafen unmöglich. Unser Ziel muss es sein, die Dauerbelastung der Menschen zu reduzieren“, sagte Bezirksbürgermeister Oliver Igel.

 

Homepage Oliver Igel

 
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