SPD Köpenick-Nord

Tesla wird eine Triebfeder der Region

Wirtschaft

Im Business-Park Bohnsdorf gibt es seit mehreren Jahren einen Showroom von Tesla.

Wenige Kilometer vor den Toren Berlins und in unmittelbarer Nähe zum Bezirk Treptow-Köpenick ist die Gigafactory des Automobilherstellers Tesla kräftig im Bau. Bereits zu Beginn sollen mehrere tausend Mitarbeiter hier Elektroautos herstellen. Nach einem Jahrhundert ist die Automobilproduktion zurück in die Region gekehrt. 

„Die Ansiedlung von Tesla wird das gesamte Umfeld verändern. Wir in anderen Regionen Deutschlands mit Autoproduktion werden hier künftig viele Städte und Gemeinden von dem neuen Werk, den Zulieferern und Dienstleistern geprägt werden“, sagte Treptow-Köpenicks Bezirksbürgermeister Oliver Igel. Zusammen mit Baustadtrat Rainer Hölmer war er an einer Arbeitsgruppe mit 22 Brandenburger Kommunen der einzige Vertreter eines Bezirks aus Berlin, um mit der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung von Berlin und Brandenburg ein Konzept für die Entwicklung des Umfeldes der Tesla-Gigafactory zu erarbeiten. Dabei konnten für die gesamte Region 3276 Flächen für Wohnungsbau und 286 Flächen für Gewerbe identifiziert werden. Der Region kommt dabei zugute, dass erwartet wird, dass das Tesla-Wachstum nach und nach und nicht über Nacht erfolgen wird. Mit dem ersten Bauabschnitt wird ein kurz- bis mittelfristiger Bedarf an 12000 Arbeitskräften erwartet. Wenn alle Bauabschnitte realisiert werden, können bis zu 40000 Beschäftigte bei Tesla arbeiten. Für jeden von Tesla geschaffenen Arbeitsplatz werden zwei weitere Arbeitsplätze bei Zulieferern, Dienstleistern, Handwerkern und Einzelhändlern entstehen können. In den Analysen der Arbeitsgruppe wurden Vergleiche zu anderen Regionen Deutschlands mit Industrieansiedlungen herangezogen. Demnach kämen Beschäftigte aus einem Umfeld mit einer Fahrzeit bis zu 60 Minuten. Das erfasst große Teile Berlins und Brandenburgs. Entsprechend unterschiedlich sind die Bedarfe an neuem Wohnraum und Gewerbeflächen. „Treptow-Köpenick ist gut gewappnet. Es hat sich als richtig erwiesen, mehr Wohnraum zu schaffen – noch zu einer Zeit als nicht an Tesla zu denken war. Aufgrund der Vorbereitungen für den Flughafen gibt es nach wie vor auch noch Gewerbeflächen im Bezirk“, sagte Bezirksbürgermeister Oliver Igel. Im Ergebnis des landesplanerischen Konzeptes wird Treptow-Köpenick im Vergleich zum Brandenburger Umland das höchste Potenzial an zur Verfügung stehenden Wohn- und Gewerbeflächen zugeschrieben. „Das ist eine Chance für unsere Jugend – für Ausbildungs- und Arbeitsplätze, die aber gut bezahlt werden müssen“, sagte Igel. Die Erkenntnisse des Konzeptes sind derzeit Thema in der Bezirksverordnetenversammlung. Ellen Haußdörfer, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion erklärt: „Mit Tesla sind enorme Chancen, aber auch Herausforderungen verbunden. Wir diskutieren deshalb derzeit das vorgelegte landesplanerische Konzept in den Ausschüssen der BVV. Dabei geht es uns vor allem darum, dass so schnell wie möglich in der gesamten Region die Infrastruktur geschaffen werden kann. Und Tesla muss sich als fairer Arbeitgeber erweisen.“ Neben neuem Wohnraum und Gewerbeflächen sind die Fragen der Verkehrsentwicklung in der Diskussion. „Wir sind nicht naiv – eine Automobilfabrik wird Autoverkehr nach sich ziehen. Aber wir verlangen, dass im Umfeld der öffentliche Nahverkehr verbessert wird. Mit der Stärkung des Regionalbahnverkehrs ist ein wichtiger Anfang gemacht. Der Bau des Regionalbahnhofs Köpenick muss auch wegen Tesla beschleunigt werden“, sagte Bezirksbürgermeister Igel.

 

Homepage Oliver Igel

 
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